Freitag, 26. Mai 2017

1. Tag - Donnerstag bzw. Freitag, 26. Mai 2017 – 02:00 Uhr in der Nacht – nordöstlich von Helsingborg – nach 900 km

Haben ein “nettes” Plätzchen seitlich neben einer Autobahn-Tankstelle auf einem Parkplatz einer obskuren Gaststätte gefunden.

Doch der Reihe nach …

Länge der ersten Etappe: 886km


Die komplette Fahrt von Bonn nach Puttgarden verlief recht unspektakulär. Ein etwas größerer Stau, ansonsten alles ok. An einer Tankstelle in der Nähe von Lübeck wurden wir erstmals aus unsere Nordkapp-T-Shirts angesprochen. Sehr nett; so knüpft man Kontakte. Bekamen prompt eine persönliche Einweisung in den “komplizierte” Kaffeemaschine durch die nette Raststättenverkäuferin.

Nach kurzem Stop und  Fahrerwechsel gings weiter Richtung Puttgarden auf Fehmarn. Die Fähre war für 22:15 Uhr gebucht und unser Zeitplan passte genau. Ankunft am Hafen um 21:30 Uhr. Edwin hatte zwar ein Kombi-Flex-Ticket gekauf mit einer Gültigkeit von plus/minus 24 Stunden, welches sowohl die Überfahrt von Puttgarden nach Rodbyhavn als auch die Mautgebühren für die Nutzung der Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö beinhaltete, aber Dank unserer “hervorragenden” Planung, bekamen wir unsere geplante Fähre. Wir warteten geradmal 15 Minuten auf der VIP-Spur (ja, richtig gelesen, VIP-Spur !!!) und fuhren dann als erste auf die Fähre. In den Kombi-Flex-Tickets gabs dann sogar noch einen Kaffee an der Fähre umsonst. Sehr schön.

Auf der Fähre lernten wir dann Kristof aus Polen kennen, der mit seinem kleinen Lieferwagen am Vormittag in Stuttgart losfuhr. Er wollte um 06:00 Uhr in Stockholm sein, dort einen Umzug in seinen kleinen Wagen packen un d direkt wieder nach Polen fahren… Unverantwortlich !, aber dennoch irgendwie beeindruckend. (erinnerte mich ein wenig an das kleine Youtube-Hörspiel: “Deutsche vs Polnische Handwerker”. Hörts Euch mal an. Ist wirklich klasse !)

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Die Fährüberfahrt in wunderschöner Abenddämmerung brachte uns in eine erste wahre Urlaubsstimmung. Schon nach 45 Minuten waren wir in Dänemark. Direkt nach Verlassen der Fähre mußten wie kurz unsere Persos zeigen. Erste kurze Zittersekunde, weil wir unser zulässiges Gesamtgewicht ja nun wirklich gaaaaaaanz genau eingehalten haben. (Die Flieger unter Euch Lesern wissen was ich meine).

Aber alles gut. Wir waren in Dänemark. Schon nach 30 Minuten wieder Stopp. An einem Rastplatz unser erstes gemeinsamen Abendessen (Reste vorm Vorabend-Abschieds-Grilli). Weiter gings. Gegen 0:30 Uhr dann wurde es wieder spannend. Wir umfuhren Kopenhagen, dann gings es in einen Tunnel unter der Meerenge zwischen Kopenhagen und Malmö und plötzlich waren wir auf der spektakulären Öresundbrücke.
 
Es war Nacht, die Brückenpfeiler waren hell erleuchtet und wir waren nahezu das einzige !!! Auto auf der Brücke. Alter Schwede … wirklich beeindruckend.

Mit den Rädern auf schwedischem Boden wurden wir wieder kurz kontrolliert. Zweite kurze Gewichts-Zittersekunde. Etwas später kurze Pinkelpause und eine erste kalte Cola an einem Rastplatz gekauft. Die Cola haben wir mit der Kreditkarte bezahlt, da wir keine Schwedischen Kronen als Bargeld dabei hatten. Dies jedoch nicht wegen mangelnder Planung, sondern weil man in Schweden wirklich alles per Karte bezahlen kann und mittlerweile oftmals auch muss.

Weiter gings noch für ca. eine Stunde Richtung Helsingborg und dann schon Richtung Stockholm. Gegen 02:00 Uhr dann Stopp auf einem etwas einsam gelegenen Parkplatz einer Raststätte. Handbremse an. Klamotten aus. Edwin und ich in den Allkoven, Apik und Hubert ins “geräumige Elternbett” im Heck, Ohrstöpsel rein und Licht aus.

Was für ein erster Tag.

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