Dienstag, 4. Juli 2017

24. Tag – Samtag, 17. Juni 2017 – zuHause

19:53 Uhr – wir sind zu Hause !

die heutige Strecke: 750km
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Kurz vor 7:00 Uhr bin ich in der Pampa Dänemarks aufgewacht und als erster aus der Koje geklettert. Da ich zugegebenermaßen nur zwei oder dreimal als erster aufgestanden bin, führte das prompt zu grinsenden Anmerkungen meiner Elch-Kumpel. “Ich könne es ja gaaaar nicht erwarten, meinen Testosteronspiegel durch die Zuführung östrogener Bedingungen abzubauen”…… Jajaja..! - Als wenn es denen anders ergehen würde ….

Schnell haben wir ein letztes Käffchen gebrüht und unseren Reservekanister entleert. In Dänemark ist das Benzin doch erheblich teurer als bei uns und so konnten wir nun erst- und letztmalig unsere Sprit-Notfallration nutzen. Dann gings gegen 07:30 Uhr auch schon los.

Gegen 09:00 Uhr passierten wir die dänisch-deutsche Grenze. Wir fühlten und fast schon wie zu Hause, hatten aber dennoch noch gut 600 Kilometer vor uns. Kurz hinter der deutschen Grenze gingen wir auf Tankstellen und Frühstückssuche und fanden schließlich eine kleine unscheinbare Tankstelle an der wir nach dem Tanken auf dem dazu gehördenen Parkplatz direkt neben einer Windmühle stellen und frühstücken durften. Klasse war das und seeeehr nett! Danke an den Chef der Tankstelle.

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Dann gings weiter und weiter und weiter und weiter …

... und in Hamburg fuhren wir erstmal in einen mehrere Kilometer und mehrere Abschnitte nervigen langen Stau! Unglaublich!. Stau Stau Stau.

Teilweise konnten wir Dank der mehrfach vorhandenen wohlmeinenden Navisysteme die Staus umfahren. Aber dennoch büßten wir Minute um Minute ein. Die erste Navimeldung besang noch eine Ankunft in Sankt Augustin um 15:45 Uhr. Aber Stau-, Tank- und kleine Kaffeepause irgendwo vor Münster ließen die Ankunftzeit mehr und mehr in den frühen Abend reinrutschen.

Ab er dann war es soweit…. Flensburg, Hamburg, Bremen, Münster, Dortmund, Köln und schließlich A59-Abfahrt Bonn-Vilich / Hangelar .

Jeder von uns schwelgte in seiner eigenen Erwartung …. Ich fuhr vergleichsweise langsam und genoss jeden Meter… Um 19:45 Uhr bogen wir in die Großenbuschstraße ein. Doch 500 Meter vor dem Ziel hielten wir an!

Noch einmal tief durchatmen. Wir zogen unsere Nordkap-T-Shirts an, legten die richtige Mukke in den CD-Spieler… “ABBA: The Winner takes it all”, drehten die Lautstärke auf volle Pulle, setzten uns alle nach Vorne, hielten die Norwegen-Flagge raus aus dem Fenster und den Handballen auf die Hupe……

So fuhren wir die letzten 500 Meter bis wir nach über 8000 km und 23 Tage, 8 Stunden und 53 Minuten zu Hause ankamen….



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Epilog folgt !

Montag, 3. Juli 2017

23. Tag – Freitag, 16. Juni 2017 – Skanderborg (Dänemark)


tja … , wir haben das wunderschöne und beeindruckende Land Norwegen, indem wir mehr als 14 Tage verbracht haben, mittlerweile hinter uns gelassen. Müde und dennoch aufgekratzt verbringen wir die letzte Nacht an einem Rastplatz irgendwo in Dänemark. Der Ort heißt Skanderborg. Schon mal jemand gehört?

die heutige Strecke: 581km (davon 143km Fähre)
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Am Morgen unseres 23. Tages sind wir relativ spät aufgestanden. Die 245km bis zur Fähre in Kristiansand planten wir mit Pausen in ca. 6 Stunden zurückzulegen. Da die Fähre erst um 20:15 Uhr fuhr, hatten wir also genügend Zeit über den Tag.

So standen wir irgendwann gegen 09:00 Uhr, frühstückten noch einmal mit selbstgemachten kleinen Pfannküchlein im PanCake-Stil, packten unsere sieben Sachen, spülten ein letztes Mal in den sehr erwähnens- und lobenswert sauberen norwegischen Campingplatzküchen und führen gemächlich durch Süd-Norwegens Fjordlanschaften Richtung Heimat.

Auf dem Weg passierten wir nochmals per Fähre einen Fjord, umfuhren weitere andere Buchten, passierten kleine Berge und traumhaftschöne letzte Aussichtpunkte, wohlwissend, dass wir Norwegen am Abend verlassen würden.
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Wir erreichten gegen 18:00 Uhr den Fährhafen von Kristiansand. Die zwei Stunden Wartezeit vergingen schnell und gegen 19:30 Uhr lief unsere Fähre unter beeindruckendem Getöse in de Hafen ein.

Als krönenden Abschluss gönnten wir uns nochmals etwas Besonderes. Denn nicht irgendeine Fähre sollte uns aus Norwegen transportieren… Nein... ! Das wäre ja nun auch wirklich unter dem Niveau unserer großartigen Reise gewesen.

Zwei Tage zuvor buchten wir für die Überfahrt von Kristiansand in Norwegen nach Hirtshals in Dänemark die superschnelle FjordCat. Erstaunlicherweise betrugen die Fährkosten nur wenige Euro mehr als die der normalen (gääääähn) langsamen Fähre, die mehr als eine Stunde länger gefahren wäre.

So gönnten wir uns den Spaß mit diesem Spielzeug und wurden “weiß Gott” nicht enttäuscht.
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Für die gut 143 km lange Überfahrt braucht die FjordCat inkl. Ab- und Ablegen gerade mal 2 Stunden und 15 Minuten, was somit einer Durchschnittsgeschwindkeit von 63,5 km/h entspricht. Und das inkl. An-und Abfahrt. Der Pott fuhr zeitweise über 70km/h.

Da das Wetter wieder mal optimal war, konnten wir während der Fahrt sogar ans Heck des Schiffes gehen und die gewaltigen Wasserstrahlturbinen bei der Arbeit bewundern.

Info zur FjordCat (Auszug aus Wikipedia)
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Im Juli 1998 schaffte die FjordCat die Strecke zwischen NewYork (Vereinigte Staaten) und Bishop Rock (England) innerhalb von 2 Tagen, 17 Stunden und 59 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei der Atlantiküberquerung war 41,025 Knoten (= 75,98 km/h). Damit erfüllte das Schiff grundsätzlich die Voraussetzungen zum Erwerb des Blauen Bandes der Hales Trophy, allerdings wurde die Entscheidung aufgrund der Bauform des Schiffes (Katamaran statt klassische Schiffsbauform mit einem Rumpf) sowie der Tatsache, dass kein regelmäßiger Liniendienst auf der Strecke zwischen New York und Bishop Rock stattfindet, kontrovers diskutiert und schließlich gerichtlich beschieden.
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Gegen 22:30 Uhr legten wir am nördlichen Ende Dänemarks, in Hirtshals, an. Danach gings noch ca. 2 Stunden weiter bis wir gegen 01:00 Uhr morgens irgendwo in Dänemark an einem Rastplatz hielten und uns ein letztes Mal in unsere Kuschelkojen warfen.

Sonntag, 2. Juli 2017

22. Tag – Donnerstag, 15. Juni 2017 – Preikestolen II


Das war atemberaubend.

In 604m Höhe über dem Meeresfjord zu stehen/liegen/sitzen und dabei senkrecht nach unten zu schauen … , da zieht sich einem so manches zusammen!

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Der Preikestolen ist schon wirklich beeindruckend…. Aber was ist das eigentlich?

Info zum Preikestolen (Auszug aus Wikipedia)
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Der Preikestolen oder Prekestolen (norw. für Kanzel oder wörtlich Predigtstuhl) ist eine natürliche Felsplattform (Felskanzel) … und ein Tourismusziel mit weitem Blick über den Lysefjord und angrenzende Berge. Die Größe des Felsplateaus beträgt zirka 25 mal 25 Meter. Die Felskante fällt 604 Meter senkrecht in den fast 40 Kilometer langen Fjord ab. Die Kanzel wird jährlich von etwa 200.000 Menschen erwandert.

Die Felskanzel liegt im Rogaland, einem westlichen Bezirk in Südnorwegen. Die Entfernung nach Stavanger, der viertgrößten Stadt Norwegens, beträgt per Luftlinie etwa 25 Kilometer.

Die Plattform ist vom Endpunkt der ausgeschilderten Straße bei Preikestolhytta nur über einen Wanderweg erreichbar. Die normale Wegzeit für den einfachen Weg sind 1,5–2 Stunden für die ca. 3,8 km mit einem Höhenunterschied von 330 Metern. Der Weg führt erst steil einen Höhenrücken hinauf und dann fast ebenerdig über Bohlenpfade durch morastigen Wald zur Urskarhöhe (418 Meter) und von dort über ein Geröllfeld zum Neverdalsskaretpass (532 Meter) hinauf. An einem kleinen See vorbei erreicht man schließlich über ein mit Treppen und Geländer gesichertes Stück die ungesicherte Plattform.
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Am Morgen sind wir früh aufgestanden. Das Wetter sah vielversprechend aus und wir nahmen an, dass der Andrang auf der 4 km langen Wanderstrecke vom Basislager-Parkplatz bis zur Plattform recht groß sein würde. Es sollte also früh losgehen damit wir nicht von hunderten weiterer begeisterter und besinnungslos Schwindelsüchtiger überrannt werden würden.

Kurzes Bergsteigerfrühstück gegen 08:00 Uhr in der Früh. Stullen geschmiert, Tee oder/und Kaffee getrunken. Erstmals und letztmals die Wanderschuhe, die wir mit hatten, angezogen. Dann gings los. - Und wie sich das für echte! Wanderer gehört …,  erstmal den öffentlichen Bergsteigerbus genommen. 32 EUR für 5km !!! Jaaa richtig gelesen … Zweiunddreissig Euro für füüüünf Kilometer (für alle zusammen) . Das war happig … ! Okay .. inkl. Rückfahrt. Aber dennoch!

Nach 5 Minuten Fahrt waren wir dann am Basislager. Ein großer Parkplatz, eine saubere! Pipibude, ein Hotel, ein schöner See, ein Cafe, ein Souvenierladen sowie eine Mischung aus bajuwarischer Meindl-Schuh-Wanderlaune, österreichischer Hüttengaudi, chinesisch japanischer Massenromantik inkl. weißer! Handschüchen, russischem Jogginghosenflair mit Strassstein-Schüchen und endlos lautem spanischem Machismogebrabbel empfingen uns. Soviel zum Thema früh los. Nun gut. Der Berg rief und los gings…

Die Strecke ging über knapp 4km und hatte durchaus hier und da ein wenig alpines Flair. Steilere Passagen, morastiger Boden, eingehauene Treppen in Felsen, an den man sich abstützen musste und zum Schluss sogar ein paar wenige Stahlseile als Halteunterstützung in den Felsen bei einem Höhenunterschied von immerhin 334m. Schöne Wanderstrecken, sehr nett ! –

Dann, nach knapp 2 Stunden, waren wir um 11:00 Uhr da!

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Wirklich, wirklich beeindruckend! Der Blick ist atemberaubend.

Die Plattform ist vollkommen ungesichert. Noch nicht einmal ein Warnschild steht dort! Und es geht steil runter. Der Andrang hielt sich in Grenzen und es bildete sich eine brave, fast schon englische Schlange all derer, die sich am äußeren Punkt der Plattform solo oder als Gruppe fotografieren lassen wollten. Wir natürlich auch. Wir stellten uns in Position und … klick, klick, klick.

Nachdem sich der Adrenalinspiegel auf ein mittleres Maß eingependelt hatte, stiegen wir noch ein wenig höher auf eine oberhalb gelegene Ebene von der man einen wunderbaren Überblick auch auf die Plattform hatte. Dort aßen wir unsere Brote, tranken Wasser, verglichen uns mit Reinhold Messner und beobachteten die Neuankömmlinge unter uns.

Meine Verhaltensstudien ergaben folgendes:
  • ca. 30% der Preikestoler-Begeher legten sich zumindest einmal auf dem Bauch an die Kante. Wir auch.
  • ca. 5% der Preikestoler-Begeher setzen sich an die Kante mit baumelnden Beinen. Wir nicht
  • von diesen davon waren ca. 80% Frauen zwischen 20 und 30 Jahren
Eine Begründung wurde mir erst später zuteil. Ich fragte eine junge Dame meines näheren Bekanntenkreises und erhielt die logische Erklärung aus ihrer Sicht. “Mädels tun einfach alles für ein perfektes Foto! “ ==> danke Kati für diese absolut einleuchtende Erklärung.

Wir verbrachten fast drei Stunden dort oben, legten uns zeitweise etwas abseits hinter einen Felsen und hielten schnarchend ein Mittagsschläfchen in wunderbarer norwegischer Höhensonne, inkl. im Anschluss sonnengereizter Haut. Edwin erklomm ein paar weitere Höhen und schoss Bilder.

Gegen 14:00 Uhr gings an den Abstieg der problemlos verlief. Zwischendurch beobachteten wir noch einen Rettungshubschrauber der mit einem mal über unseren Köpfen kreisend auftauchte. Dazu ein Sanitäter der kurze Zeit später den Berg heraufjoggte. Respekt, der war fit! Wahrscheinlich wegen eines Badeschlappengängers … ! Naja…

Gegen 16:00 Uhr kamen wir unten am Basislager-Parkplatz an. Es folgten All-you-can-drink-Kaffee und leckere Waffeln mit CremeFresh und Marmelade im Cafe und ein wenig Erholung mit etwas Shopping im Souvenierladen.

Um 18:00 Uhr waren wir zurück auf dem Campingplatz, wo wir kurze Zeit später unseren letzten Abend begannen zu feiern. Das letzte Fleisch, die letzten Würstchen, der letzte Fisch, die letzten Bierchen, der letzte Schnaps, der letzte Whisky..  Der letzte geplante Höhepunkt der Reise lag nun hinter uns. Es ging langsam dem Ende unserer Reise zu.


Freitag, 16. Juni 2017

21. Tag – Mittwoch, 14. Juni 2017 – Preikestolen


Wir sitzen an einem Campingplatz, ca. 8 km entfernt von einem der touristischen Highlights Norwegens, dem Preikestolen, was soviel wie “Predigtstuhl” bedeutet.

Doch dazu später, bzw. morgen, mehr.

die heutige Strecke: 250km
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Die 250 km verliefen fast völlig unspektakulär. Nachdem wir am Morgen recht früh aufgestanden waren, wollten wir etwas früher los. Es waren zwar nur 250km bis zu unserem heutigen Zielort. Aber wir wollten uns nach den dicken Etappen der letzten Tage am Zielort Preikestolen einwenig entspannen und genießen.

Also hieß es: Aufstehen, Katzenwäsche, Kaffeetrinken und los. Frühstücken wollten wir eine Stunde später an einer schönen Stelle  ….

Drei kleinere Highlights gabs. Das wars.

1. Highlight ==> die Flaschenpost:
Am Abend zuvor hatten wir eine der letzten Flaschen, die im Normalfall eine "durchsichtige Flüssigkeit" enthält, leergetrunken. Dabei hatte Edwin die wunderbare Idee, daraus eine Flaschenpost zu machen. Gesagt getan. Wir schrieben unsere Namen drauf, Edwins Handynummer, meine/diese Blogadresse und ein paar schöne Grüße aus Norwegen in verschiedenen Sprachen.

Anschließend wurde die Flasche gut verschlossen und in einer besonderen Zeremonie ihr Bestimmung, dem Fjordwasser, zugeführt.
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2. Highlight: ==> die Baustelle:
Um 09:30 Uhr fuhren wir los uuuund …. nach 20 Minuten standen wir für fast eine Stunde fest. Warum? Na wegen einer richtig dicken Baustelle an einer Uferstrasse. Vollsperrung der Uferstrasse für 45 Minuten.

Straßen werden hier häufiger einfach mal so eben gesperrt, weil einfach mal so eben einwenig Fels weggesprengt wird und dann natürlich erstmal ein wenig aufgeräumt werden muss. Ein wirklich  freundlicher Baustellenbeauftragter ging von Auto zu Auto langsam nach hinten und verkündete die Zwangspause.

Kurzerhand verlegten wir unser Frühstück in die Warteschlange und genossen Brot, Aufschnitt und Kaffee wartet in der Schlange. Dann pünktlich nach 45 Minuten gings weiter… Die Baustelle entlang der schmalen Uferstraße war wirklich imponierend. Überall Feld und dickes Gerät und Sprengmatten. Und dann wird auch einmal einfach mal so eben ein kleiner Wasserfall verlegt.

Auch wenn ich mich wiederhole… Die können echt buddeln …
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2. Highlight: ==> der Wasserfall:
Nach der Baustelle gings weiter. Ziel war der spektakuläre Wasserfall Latefossen, der mit 165m Fallhöhe bei Weitem nicht der größte Wasserfall Norwegens ist, aber durch seine Lage unmittelbar an einer Fernverkehrsstraße und dass er als sog. Doppelwasserfall mit zwei Fallsträngen gilt, wirklich imposant ist.

Gegen 12:00 Uhr kamen wir dort an. Wirklich Klasse dieser Wasserfall. Die Straße selbst wird permanent der Dauergischt des Wasserfalls ausgesetzt. Auf gleicher Höhe befindet sich auch ein Parkplatz mit vielleicht 20 Plätzen. Entsprechend eng und manövrierend geht es dort zu. Wir fanden mit unserem WoMo glücklicherweise direkt einen Platz und turnten ein paar Minuten in der Gischt herum und schossen Bilder und Filmchen.
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Dann gings auch schon weiter. Gegen 15:00 Uhr überquerten wir erstmals mit einer Fähre einen Fjord. Mit ca. 32 EUR Überfahrt nicht ganz billig, wenn mans durch 4 dividiert relativiert sich die Überfahrt aber. Außerdem wars einfach nur schön.
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Gegen 17:00 Uhr hatten wir unser Tagesziel bereits erreicht. Den Campingplatz in der Nähe der berühmten Felsformation “Preikestolen”. Wir checkten noch die Parkplatzgegebenheiten für unsere geplante Wanderung zum Predigtstuhl am kommenden Tag. Und es folgten die entsprechenden Rituale.

Das war der Mittwoch … und der wunderbare Donnerstag mit unserer Wanderung folgt ….

20. Tag – Dienstag, 13. Juni 2017 – Ringöy (Hardangerfjord)

MannoMann, was war das für ein toller Tag mit wunderbaren Eindrücken. Das hat heute jeden von uns umgehauen.

Wir sind heute schon um 07:30 Uhr aufgestanden, da unsere Programmplanung für den heutigen Tag einiges vorsah.

die heutige Strecke: 355 km
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Gegen 09:00 Uhr verließen wir den Platz erstmal in Gegenrichtung. Eine der berühmten sog. Stabkirchen befand sich gut 14 km entfernt in dem kleinen Örtchen Heidal, die wir leider nur von außen betrachten und fotografieren konnten.

Dann ging es weiter. Nach nur 6km mehrere Aufschreie der Glückseligkeit. Eine Elchkuh mit ihrem Kitz überqurte seelenruhig die Straße. Vollbremsung, Warnblinkanlage rausgehauen, Kameras gezückt und klickklickklickklickklickklickklickklickklickklick

Doch leider waren Kuh und Kalb schneller. Ein paar Fotos sind halbwegs gelungen.
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Im Tagesprogramm stand aber noch der Besuch einer weiteren Stabkirche in dem Örtchen Borgund, den wir gegen 14:30 Uhr erreichten. Dort befindet sich eine der bekanntesten und touristisch am besten vermarktesten Stabkirchen Norwegens. Insoweit gut gemacht, da man gegen Eintritt eine kleine Ausstellung und die Kirche von innen besuchen konnte. Gut und informativ gemacht.


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Info zu Stabkirchen (Auszüge aus Wikipedia)
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Stabkirchen sind hölzerne Kirchen, die als Stabbau konstruiert wurden. Der Stabbau ist ein Tragwerk aus senkrecht stehenden Masten, den sogenannten Stäben, auf denen die gesamte Dachkonstruktion ruht. Stabkirchen kamen hauptsächlich in Skandinavien vor. Ihre Datierung erweist sich als schwierig, da viele Kirchen aufgrund ihrer anfänglich primitiven Konstruktion verloren gingen. Andere wurden durch Brände zerstört, oder sie wurden durch Steinkirchen ersetzt. In Skandinavien wurden Stabkirchen während der Übergangszeit von der heidnischen Religion zum Christentum vor allem im 12. und 13. Jahrhundert erbaut, entstanden aber auch noch im Spätmittelalter.

Ein wichtiges Kennzeichen der Stabkirchen ist – außer der Dachmastenkonstruktion – generell die Vertikalität des Kirchengebäudes: Die Holzteile stehen senkrecht, im Gegensatz zu den Blockbauten, in denen die hölzernen Teile waagerecht liegen.

In Norwegen gab es bis zur Reformationszeit etwa 750 Stabkirchen und diese waren somit die Mehrzahl der ca. 1200 Kirchen im Land. … Heute stehen nur noch 28 authentische Stabkirchen

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Nach dem Besuch tranken wir noch unseren obligatorischen Mittagskaffee mit lecker Wäffelchen. Der Kaffee natürlich wieder zum Nachfüllen. Sehr sympatisches Kaffeevölkchen … diese Norweger!

Weiter gings… Der Weg war noch lang. Der normale Verlauf unserer heutigen Strecke sah die Durchquerung des … ACHTUNG! …. längsten Autostraßentunnels der Welt vor.

Der Lärdalstunnel ist 24,51 km lang. Ich sags ja immer wieder. Die können echt buddeln. diese Norweger… Wers nicht glaubt ==> siehe Wikipedia-Auszug unten.

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Doch der profanen Durchquerung dieser durchaus bauingenieurischen Meisterleistung wollten wir uns nicht hingeben. Der landschaftliche interessierte Tourist weiß, dass es ÜBER! einem Tunnel weitaus besser aussehen kann als dunkel und doof in die Röhre zu schauen.

Also auf zur Überquerung des weltlängsten Autostrassentunnels. Der durchaus bekannte sog. Snow-Way (Schneeweg) hatte es echt in sich. Die Bergstrasse begann genau auf Meereshöhe. Zunächst fuhren wir die sehr enge und wunderbare Serpentinenstrecke auf einer Länge von ca. 10 km bergauf. Mehrmals überquerten wir dabei einen reißenden Gebigrsfluss und wichen auf der Straße schlafenden Schäfchen aus.

In ca. 800 Metern Höhe verloren auch die Bäume ihre Wuchskraft und eine mehr und mehr schneebedeckte Hochebene kündigte sich an. So wurden wir noch einmal in eine kurze, kleine Eiszeit zurückkatapultiert.


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Nach ca. 30 km auf der Hochebene und einer maximalen Höhe von 1.400 Metern über dem Meer kam dann der Abstieg. Schön langsam ging es im 2. Gang bergab. Schnee und Eis verschwanden, das Grün kehrte zurück und dann öffnete sich vor unseren Augen eine phantastische Sicht auf den wunderbar engen und steilen Aurlandsfjord, einem Nebenfjord des mit 204km längsten und tiefsten Fjords Norwegens bzw. sogar Europas, dem Sognefjord.

Wir hielten an einem Aussichtpunkt ca. 300m oberhalb des Fjords an und genossen die Aussicht. Das besondere an diesem Aussichtpunkt war ein Steg, der ca. 30m von der Steilwand in Richtung Fjord herausragte und somit eine spektakuläre Sicht auf den Fjord ermöglichte. Als dann aus dem Nichts auf dem dunkelblauem Wasser doch tatsächlich noch eines der größeren Kreuzfahrtschiffe, die  296 Meter lange “Konigindam” der “Holland-America-Linie” auftauchte, war das klassisch, fast schon kitschig anmutende Bild eines norwegischen Fjordes perfekt.

Wir waren begeistert. Das Bild wurde auch nicht von einer schier unglaublichen Zahl einer chinesischen Reisegruppe getrübt die lei…. genau zu diesem Zeitpunkt auch auf dem Steg entlanghüpfte. – Wir waren stärker …. !!!


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Nach einer Stunde Fjordgenuß fuhren wir weiter. Ein paar Kilometer waren noch zu bewältigen. Wir planten mal wieder ein schönes Plätzchen an einer Uferstraße eines Fjordes zu finden. Mussten aber noch ca. 150km fahren. So fuhren wir durch kurvenreiche Berglandschaften, vorbei an Seen, durch Tunnel und Brücken immer weiter.

Langsam näherten wir uns unserem Ziel, dem Hardangerfjord. Kurz vor Erreichen des Fjords ging es mal wieder in einen Tunnel. An sich nichts ungewöhnliches, wenn man nicht mittendrin in einen Kreisverkehr gelotst wird. Dann fuhren wir aus dem Tunnel und befanden uns direkt auf einer richtig großen Hängebrücke, die über den Hardangerfjord führe, nur um hinter der Brücke wieder in einen Tunnel geführt zu werden, indem sich abermals, blau beleuchtet, ein dicker fetter Kreisverkehr befand.

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Diese Norweger sind echte Maulwürfe. Aber im Ernst !

Wir nahmen die richtige Ausfahrt im Kreisverkehr, fuhren aus dem Tunnel heraus und die gedachte Uferstrasse entlang.

Nach ein paar Kilometern wiesen Schilder auf einen Campingplatz, hin der uns zusagte. Wir folgten einer obskuren Beschilderung und landeten prompt zwei Mal in einer steilen und durch Kies befestigten Auffahrt der Küstenstraße zum vermeintlichen Campingplatz.

Mit etwas Stress und gut gemeinten Anweisungen durch 3 Personen mit 6 Armen mit 30 Fingern gelang es uns, den Wagen artgerecht an den recht schmalen Stellen zu wenden. Der richtige Platz lag natürlich ganz brav und einfach direkt am Wasser, der allerdings recht verloren,  gammelig bzw. unbesetzt wirkte. Ein Schild wies auf ein am Hang liegendes Haus hin. Dort erklärte man, dass der Platz geschlossen hätte, wir aber dennoch dort kostenlos übernachten könnten. Na dann…!

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Es folgte die von uns bereits perfekt gelebte Abendzeremonie. Ein leicht alkoholisches, auf pflanzlicher Basis hergestelltes und importiertes Begrüßungsgetränk, Grillgut, Püree und Salat. Das Wetter war ein wenig frischwindig, aber es lebte sich ganz gut draußen am Fjord.

Der Abend schritt voran und mittlerweile wurde es auch schon wieder ungewohnt dunkel zu späterer Stunde.

Soweit ein wunderbarer Tag mit vielen überraschenden und wunderbaren Momenten.

19. Tag – Montag, 12. Juni 2017 – Randswerk Camping


Wir sitzen an einem netten Campingplatz irgendwo in der weiten Pampa Norwegens. Der Platz liegt in einer leicht bergigen Umgebung auf ca. 600m, also nochmals recht hoch, was wir auch direkt an den Temperaturen spürten. Da auch das Wetter leicht nieselregnerisch und windig war haben wir Pullis und Jacken wieder reaktiviert.

Die heutige Strecke: 513 km
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Das wir ausgerechnet diesen Platz herausgesucht haben war reiner Zufall.

Mittlerweile sind wir seit zweieinhalb Wochen unterwegs und so ganz langsam nähert sich unsere Tour dem Ende. Dennoch stehen auf unserer Agenda noch drei Ziele/Themen:

Ziel 1:  die sog. Trollstigen. (zu deutsch: Troll-Leiter). Eine wunderschöne serpentinenreiche Passstraße

Ziel 2: Norwegens berühmte Stabkirchen

Ziel 3. der Preikestolen (zu deutsch: Predigtstuhl). Eine Felsplattform dessen Kante 604m senkrecht nach unten in den Lysefjord abfällt.

Die drei Ziele liegen halbwegs auf dem Weg Richtung Südwesten. Doch zum einen sind die Streckendimensionen ganz andere als man von zu Hause gewohnt ist und zum anderen beträgt die Durchschnittsgeschwindgkeit auf den Straßen gerade mal 50km/h. Nicht falsch verstehen, die Straßen sind gut. Aber entweder wird heftigst gebuddelt oder die Straßen sind eng und kurvenreich

Für die knapp 1.400 km vom Polarkreis bis zum Preikestolen haben wir mit 4 Tagen geplant. Somit hatten wir eine durchschnittliche Tagesstrecke von ca. 350 km zu bewältigen, was bei 50km/h immerhin 7 Stunden Fahrzeit pro Tag bedeutet und uns somit auch noch etwas Zeit für Pausen und ruhige Besichtigungen lassen sollte.

Nach ausgiebiger Detailplanung entschlossen wir uns schweren Herzens, die Fahrt zu den Trollstigen ausfallen zu lassen. Das ließ uns etwas Luft für die anderen Ziele.

Also fuhren wir an diesem Tag und fuhren und fuhren und fuhren und fuhren und fuhren und fuhren…

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Am Abend kamen wir gegen 19:00 Uhr recht erschöpft und gestresst auf dem sehr schön in der Berglandschaft gelegenen Campingplatz an. Aber der vitaminreiche Gerstensaft, leckeres gut duftendes Grillgut und eine besondere Begegnung zwischen Apik und den zwei Insassinnen einem blauen VW-Camping-Busses (“Haben Sie ein Problem”) ließ die Stimmung wieder steigen.

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Im weiteren Verlauf des Abends versorgte uns dann auch der Platzwart wirklich sehr gut und ausführlich mit Informationen über Stabkirchen, die wir morgen besuchen wollten, und eine seeeehr ausschweifende Begründung (eine mindestens 10 Minuten Monolog-Erklärung) warum er leiiiiiiiiider für die Dusche Geld nehmen müsse.

Dann gings in die Kojen….

Mittwoch, 14. Juni 2017

18. Tag – Sonntag, 11. Juni 2017 – irgendwo in Mittelnorwegen


Wir sitzen irgendwo ! Keine Ahnung wo! Der ausgesuchte Parkplatz liegt zwar hübsch direkt an einem Fluss hat sogar eine Toilette, aber es regnet, es ist recht kalt, das Klo geschlossen. Son Sch… und auch die Stimmung ist naja, ein wenig gedämpft. Die traurige Abreise von den Lofoten und auch die Nachtfahrt haben ein paar Spuren hinterlassen.

Die heutige Strecke: 311 km
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Gegen 11:30 Uhr sind wir noch ein wenig geschafft von der nächtlichen Überfahrt und Weiterfahrt zum Polarkreis aufgestanden. Ein Käffchen zum wach werden und dann ging es in das Arctic-Circle-Center.

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Ein wenig anders als gedacht handelt es sich aber nicht um ein Museum oder eine große Polarkreis-Informationsstelle bzw. –quelle, sondern um ein Selbstbedienungsrestaurant und einer Souvenir-Shopping-Mall. Naja nun gut. Als Mittagsmenu gabs neben Burgern und anderen eher unnorwegischen Gerichten auch einen Rentierteller. Da wir diese skandinavische Speise bislang nicht auf unseren Teller hatten, beschlossen wir statt des Frühstücks nun Rentier zu testen, dazu gabs Püree und Preiselbeeren. War wirklich lecker. Schmeckt ein wenig nach Wild, aber nicht so intensiv und ist recht mager.. Und auch den Kaffee gabs wieder zum nachfüllen...

Dann gings in die ShoppingMall… Und naja. was soll ich sagen. Natürlich haben wir doch nochmal zugeschlagen… DIe Anzahl der Tüten die wir im WoMo nachher verstauen mussten, verrate ich jetzt nicht.

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Ein paar schöne Bilder noch von der tauenden Schnelllandschaft am Polarkreis, dann gings los.

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Auf der Fahrt gabs genau ein Highlight. In einem unbedeutenden Örtchen steht die älteste Shell-Tankstelle Europas. Eröffnet 1933 und seitdem technisch nicht erneuert. Das besondere ist, dass das Gebäude und auch die Technik noch Original erhalten sind. Die Zapfsäulen werden mit einer Kurbel bedient. Man kurbelt die gewünschte Menge an Sprit in einen oben liegenden Schaubehälter und lässt anschließend den Sprit durch den Schlauch in den Tank laufen.  Leider hatte die Tankstelle geschlossen und scheint nun doch eher ein Museum zu sein. Dennoch interessant. - Etwas vergleichbares habe ich einmal in Thailand erlebt.  ==> @an meinen Papa: Erinnerst Du Dich?

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Dann gings weiter an einem teils reissenden Fluss bis wir den oben besagten Parkplatz fanden. Hinstellen, Willkommensbierchen trinken, Grillen, Abwasch, Heia.

Bis morgen!