Wir sitzen an einem Campingplatz, ca. 8 km entfernt von einem der touristischen Highlights Norwegens, dem Preikestolen, was soviel wie “Predigtstuhl” bedeutet.
Doch dazu später, bzw. morgen, mehr.
die heutige Strecke: 250km
Die 250 km verliefen fast völlig unspektakulär. Nachdem wir am Morgen recht früh aufgestanden waren, wollten wir etwas früher los. Es waren zwar nur 250km bis zu unserem heutigen Zielort. Aber wir wollten uns nach den dicken Etappen der letzten Tage am Zielort Preikestolen einwenig entspannen und genießen.
Also hieß es: Aufstehen, Katzenwäsche, Kaffeetrinken und los. Frühstücken wollten wir eine Stunde später an einer schönen Stelle ….
Drei kleinere Highlights gabs. Das wars.
1. Highlight ==> die Flaschenpost:
Am Abend zuvor hatten wir eine der letzten Flaschen, die im Normalfall eine "durchsichtige Flüssigkeit" enthält, leergetrunken. Dabei hatte Edwin die wunderbare Idee, daraus eine Flaschenpost zu machen. Gesagt getan. Wir schrieben unsere Namen drauf, Edwins Handynummer, meine/diese Blogadresse und ein paar schöne Grüße aus Norwegen in verschiedenen Sprachen.
Anschließend wurde die Flasche gut verschlossen und in einer besonderen Zeremonie ihr Bestimmung, dem Fjordwasser, zugeführt.
2. Highlight: ==> die Baustelle:
Um 09:30 Uhr fuhren wir los uuuund …. nach 20 Minuten standen wir für fast eine Stunde fest. Warum? Na wegen einer richtig dicken Baustelle an einer Uferstrasse. Vollsperrung der Uferstrasse für 45 Minuten.
Straßen werden hier häufiger einfach mal so eben gesperrt, weil einfach mal so eben einwenig Fels weggesprengt wird und dann natürlich erstmal ein wenig aufgeräumt werden muss. Ein wirklich freundlicher Baustellenbeauftragter ging von Auto zu Auto langsam nach hinten und verkündete die Zwangspause.
Kurzerhand verlegten wir unser Frühstück in die Warteschlange und genossen Brot, Aufschnitt und Kaffee wartet in der Schlange. Dann pünktlich nach 45 Minuten gings weiter… Die Baustelle entlang der schmalen Uferstraße war wirklich imponierend. Überall Feld und dickes Gerät und Sprengmatten. Und dann wird auch einmal einfach mal so eben ein kleiner Wasserfall verlegt.
Auch wenn ich mich wiederhole… Die können echt buddeln …
2. Highlight: ==> der Wasserfall:
Nach der Baustelle gings weiter. Ziel war der spektakuläre Wasserfall Latefossen, der mit 165m Fallhöhe bei Weitem nicht der größte Wasserfall Norwegens ist, aber durch seine Lage unmittelbar an einer Fernverkehrsstraße und dass er als sog. Doppelwasserfall mit zwei Fallsträngen gilt, wirklich imposant ist.
Gegen 12:00 Uhr kamen wir dort an. Wirklich Klasse dieser Wasserfall. Die Straße selbst wird permanent der Dauergischt des Wasserfalls ausgesetzt. Auf gleicher Höhe befindet sich auch ein Parkplatz mit vielleicht 20 Plätzen. Entsprechend eng und manövrierend geht es dort zu. Wir fanden mit unserem WoMo glücklicherweise direkt einen Platz und turnten ein paar Minuten in der Gischt herum und schossen Bilder und Filmchen.
Dann gings auch schon weiter. Gegen 15:00 Uhr überquerten wir erstmals mit einer Fähre einen Fjord. Mit ca. 32 EUR Überfahrt nicht ganz billig, wenn mans durch 4 dividiert relativiert sich die Überfahrt aber. Außerdem wars einfach nur schön.
Gegen 17:00 Uhr hatten wir unser Tagesziel bereits erreicht. Den Campingplatz in der Nähe der berühmten Felsformation “Preikestolen”. Wir checkten noch die Parkplatzgegebenheiten für unsere geplante Wanderung zum Predigtstuhl am kommenden Tag. Und es folgten die entsprechenden Rituale.
Das war der Mittwoch … und der wunderbare Donnerstag mit unserer Wanderung folgt ….