Was war das für ein schöner Tag in einer wunderschönen Stadt. Hätten wir wirklich nicht gedacht.
Warum? ….
Aufgestanden sind wir gg. 08:00 Uhr morgens. Danach an unserem WoMo lecker gefrühstückt und das erste Mal seit 48 Stunden geduscht. Anschließend ein wenig WoMo-Männer-Haushalt betrieben. Unsere Frauen wären (nicht) stolz auf uns … !
Gg. 11:00 Uhr dann sind wir zur ca 700m entfernten Metro-Station gegangen. Tagestickets für ca. 13 Eur. Etwas unverschämt war, dass wir auch für die Scheckkarte (fürs Tagesticket) ca. 2 EUR zahlen mussten. Vorteil, wenn wir wieder nach Stockholm kommen, so können wir diese wiederverwenden. Naja.... Die Hochbahn-Metro erinnert ein kleinwenig an NewYork aber natürlich nicht so stylisch-metallisch wie im BigApple.
Nach 15 Minuten Fahrzeit sind wir in der Gamla Stan, der Stockholmer Altstadt, ausgestiegen. Wirklich beeindruckend liegt die Altstadt auf einer Insel mit sehr schöne Gassen, alten Häuser, netten Restaurant, tollen Kneipen, klasse Stimmung, wundebarem und warmem Wetter. Wir waren hin und weg. Haben uns ein wenig durch die Gassen treiben lassen und landeten prompt ohne Absicht am Königsschloss, “Kungliga slottet”, an dem gerade die Wachablösung stattfand.
Von dort gings durch die engen und auch leicht touristisch angehauchten Gassen zum südlich gelegenen Fährhafen. 10 Minuten gewartet und schon waren wir auf der pickepackevollen Fähre in Richtung der östlich gelegenen Insel Djurgarden (Tiergarten) auf dem sich div. Museen und auch ein Vergnügungspark befinden. Der Fährpreis ist übrigens im Tagesticket der öffentlichen Verkehrsbetriebe enthalten.
Die 15minütige Überfahrt bei strahlendblauem Wetter war klasse. kleine Schiffchen, größere Kreuzfahrt-Pötte, Wasser, Uferpromenaden, kleine Inselchen, Panorama. Toll! Einfach toll !!!
Auf der Insel Djurgarden gingen wir entspannt an der Uferpromenade in Richtung unseres ersten Zieles, dem Vasamuseum, entlang. Interessenterweise war es ganz schon voll. Wie wir später erfuhren, fanden an dem Samstag die sog. “Schwedentage” statt. Kulturtage mit Info- und (Fr)Ess-Ständen, Musik und Theaterveranstaltungen inmitten schöner kleiner Hafenatmosphäre mit wunderschönen Holzsegelbooten und kleineren Jachten.
Beeindruckend war die Möglichkeit sich direkt am Ufer in einen uralten Taucheranzug mit einem sog. Helmtauchgerät und zugeführter Aussendruckluft stecken zu lassen. Ein Passant ließ sich auf das komplexe Einkleidungsverfahren ein und verschwand dann für ca. 15 Minuten im Hafenbecken.
Dann gings ins Vasamuseum. Wouuuw!!! – Kurz Zusammengefasst. Die Vasa ist eine 1628 fertig gestelltes schwedisches Kriegsschiff (sog. Galeone) . Es gehörte mit 61m Länge und 12m Breite zu den größten und stärksten bewaffnetes Kriegschiffen ihrer Zeit und sollte gegen Polen eingesetzt werdem. Auf der Jungfernfahrt sank die Vasa jedoch nach nur 1300m ( Meter ! ) noch im Hafen von Stockholm. Grund: Zu instabil gebaut. Ein kleiner erster Windhauch genügte um das Schiff kentern zu lassen. Es wurde nach 333 Jahren auf dem Grund liegend im Jahre 1961 geborgen und im top restauriertem Zustand im eigenen Museum besichtigt werden. Eintritt: Ca. 12 EUR. Fazit: Absolut sehenswert !
Zurück gings entlang der Uferpromenade zu unserem zweiten Ziel. Ein leckerer Kaffee mit Teilchen zur Stärkung zwischendurch, dann kamen wir im ABBA-Museum an. Jaja !!! – Vier Männer, alle über 50 Jahre alt, nicht unter Drogen stehend, nicht von den daheim gebliebenen Frauen indoktriniert, sich der Folgen vollkommen bewusst und freiwillig entschieden, gingen ins ABBA-Museum. Böse Zungen werden natürlich jetzt Agnetha als Grund nennen. Nun, vielleicht nicht zu Unrecht…. Der Eintritt mit 26 EUR schon ziemlich teuer. Aber irgendwie hat ABBA unser aller Schwedenbild ein großes Stück mit geprägt und insofern war die Entscheidung nicht verkehrt. Ein sehr schönes und interaktives Museum.
Anschließend ging es mit der Fähre wieder zurück nach Gamla Stad wo wir ein wenig Zeit brauchten um das richtige Lokal zu finden. Es gab den ersten “gravierten” Lachs , die ersten Köttbullar und das erste schwedische Bier. Sehr lecker und auch gar nicht soooooo teuer. Auf dem Weg zurück zur Metro noch die typischen Stockholmer –Zimtschnecken, Kanebullar, genascht. Hefeteilchen mit Zimtcreme. Mjamjam lecker.
Ab zurück zum Campingplatz, dort ein erstes Abend-Camping-Bierchen, ein Smalltank mit deutschen Jungs die mit Moped zum Nordkap unterwegs sind, ein zweites Bierchen, 6 Sreaks, 6 Würstchen, ein drittes Bierchen, eine Flasche Zoladkowa-Gorzka genossen. Gg. 23:00 Uhr einen kleinen Anschiß von einem Platzwart bekommen, dass wir etwas leiser sein sollen. Gg. 01.00 Uhr in die WoMo-Kojen gefallen.
Wieder ein wunderbarer Tag zu Ende.

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AntwortenLöschenEin Traum!! Die Vasa fand ich auch ziemlich beeindruckend :-) und im ABBA Museum war ich auch schon. Hier mochte ich das Interaktive sehr. Habt ihr auch das 5. ABBA Mitglied gespielt?
AntwortenLöschenHi Christian, danke für den schönen Bericht. Liegt der nördliche Wendekreis der Sonne eigentlich nördlich oder südlich vom Nordkap? Elchkuh M.
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