Donnerstag, 1. Juni 2017

7. Tag – Mittwoch, 31. Mai 2017 – Inari (Finnland) und Polarkreis-Tag


endlich wieder fit, starteten wir heute am 31. Mai 2017 schon recht früh gg. 09:00 Uhr Richtung Inari und dem gleichnamigen See. Geplanter Höhepunkt heute: Die Polarkreis-Überquerung. Was für ein wunderschönes Ziel wir daüberhinaus am Abend erreichen würden, konnten wir uns zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht vorstellen.

Die heutige Strecke: 326 km
Nordkapp_5_Etappe_Karte_Rovaniemi_Inari

Bevor es wirklich losging, kauften wir erstmal ein paar Lebensmittel und einen Wasserkocher ein. Da wir bislang überwiegend Campingplätze angesteuert hatten, an denen wir unser WoMo auch mit Strom versorgen konnten, wollten wir künfitg unser Kaffeewasser mit dem Kocher erhitzen und somit ein wenig Gas sparen.

Gegen 10:00 Uhr ging es dann in das nur 7 km entfernte künstliche Örtchen: Santa Claus Village ( oder zu deutsch Nikolausstadt ) in dem bzw. an dem auch der symbolträchtige Polarkreis liegt. Was wohl zuerst da war? Diese Diskussion überlasse ich nun mal Euch, liebe Leser. Ein wenig diskussionswürdig ist das Thema dennoch, da lt. einschlägiger Literatur sich der Polarkreis am Breitengrad N66° 33’ 55’’ befindet. Der durch Nikolausstadt durchgezogene Strich liegt sich allerdings auf N66° 32’ 35’’ . Der findige Navigator errechnet nun eine Differenz vonnnnn… ? Naaa, wer kann es errechnen? .. Richtig … : 2,4693 km . Irgendjemand bescheisst hier also aus welchem Grunde auch immer den freudigen Polarenthusiasten …

Wie dem auch sei.. :
Das Nikolausstädtchen selbst mutet einem viel Kitschiges zu. Anderrseits ist es dort irgenwie auch liebenswert. In der “echten” Weihnachszeit, also im Winter, wenns dort 24 Stunden dunkel ist auch und wirklich viel Schnee liegt, wird der Ort wahrscheinlilch rappelvoll sein. Derzeit wars recht leer außer ein paar weiteren meist japanischen Touris.

Es gibt ein richtig nettes Weihnachtsappartmentdörfchen in dem man sich eine Doppelholzhaushälfte mieten kann und auch ein Eisdorf (riesengroßes Iglu) scheint es zu geben, indem man auf Rentierfellen lapplandlike übernachten kann. Die Überreste schmelzen seicht bei plus 3 Grad dahin.

In den Souveniershops laufen die Angestellten fast alle mit Weihnachsmütze rum und auf div. Lautsprechern trällert entsprechende Musik. In dem zugehörigen Postamt, kann man heute!!! schon die Weihnachtspost zum 24. Dezember versenden. Kein Witz !!! – Jaaaa ! Wir haben es auch gemacht ! *Augen roll*. Auch wir haben ein paar Weihnachtskarten versand.

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Uuund wir sind natürlich mit viel Pathos mehrfach über den Polarkreis marschiert. Hin und her und her und hin. Nördlich des Kreises bereitet sich der Weihnachtsmann schon auf 2017 vor und ab dem 21. Juni scheint dort auf jeden Fall bis zum 31. September immer die Sonne.

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Nach 2 Stunden Weihnachtsdudelei und gefaktem Polarkreis gins dann weiter Richtung Inari. Inari – Weltstradt des Ruhmes und des Films. Kurzzeitig wurde Inari 1997 dem deutschen interllektuellen Filmpublikum bekannt durch den Film: “Zugvogel – Einmal nach Irani Inari”, indem es um einen Mann geht, dessen große Leidenschaft der Eisenbahn und dem Studium von Kursbüchern gilt und aus diesem Grund am 1. Internationalen Fahrplahn-Wettbewerb in dem nordfinnischen Ort Inari teilnehmen will. Einer wunderbaren deutschen skurillen Krimikomodie. Vielleicht erinnert sich der Ein- oder Andere. Anbei ein Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=ZZve2oYTnds

Heute ist Inari ein kleines, total verschlafenes Nest mit einem unglaublich schönen und sehr sehr großen und langgezogenen See. Der See zieht sich weit in den Nordosten hinein bis fast an die russische Grenze und beinhaltet über 3000 Inseln !!!

Auf dem Weg dann sahen wir unsere ersten Rentiere auf der Strasse und waren völlig aus dem Häuschen

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Ursprünglich planten wir irgendwo am See wild zu campen. Einer Eingebung folgend schauten wir jedoch in der CampingApp nach und fanden einen kleinen einsam gelegenen Platz an einer Landzunge des Sees liegend. Kurz vorher angerufen und schon waren wir gegen 16:30 Uhr am Platz. Wieder so ein Glückstreffer. Der Platz hatte eigentlich noch geschlossen und sollte erst am Folgetag, also am 01.06., öffnen. Uuund.. Auch dieser Platz hatte eine Sauuuuuna…. Schwupps gebucht für 22:00 Uhr.

Dann erzählte uns der Platzchef auch noch, dass man an der Landzunge angeln könnte, was Apik freudig erregt zur Kenntis nahm. Allerdings wars dann doch zu kalt zum angeln. Stattdessen tauschten wir nach guter Wikinger-Polnischer Handelsmanier Bier gegen vom Chef eigenes gefangenen und tiefgefrorenen Fisch, den wir lt. Plan am Nordkapp verspeisen werden.

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Unglaublich schön und eindrucksvoll wars am Iranisee. Direkt nach der Ankunft setzen wir uns andächtig an den Steg an dem in diesem Teil zugefrorenen See und genossen den Ausblich und die Ruhe. Später grillten wir vor dem WoMo mussten aber angesichts Schneeschauern und der Kälte wegen im WoMo essen. Um 22:00 Uhr gings dann in die Sauna. Zum Aus- und Abkühlen gings ebenfalls an einen zugehörigen Steg. Dort gabs auch ein Tauchloch im Eis in das Hubert und ich uns kurz nd heftig reingewagt haben. Danach schnell angezogen und aufgewärmt.

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Eine Stunde später war es soweit … Erstmals haben wir zwischen wir 24:00 Uhr bis 01:00 Uhr nachts die Mitternachtssonne bewundert. Einen wunderbaren taghellen Abend, ersmtals ohne!!! Sonnenuntergang … Gegen 01:00 Uhr morgens sind wir dann in strahlender, am tiefen Horizont stehender, aber nicht untergehender orange-roter Abendsonne in unsere verdunkelten Kojen gefallen!

@Thomas M. ==> : Inari hat übrigens keinen !!! Bahnhof -  Ich hab’ extra in einer Kneipe gefragt. 5 Männer glotzen mich völlig unverständlich an. Nach mehrfachem Fragen antwortete einer der Männer. The next station ist 300 km to the south……….

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