Montag, 29. Mai 2017

4. Tag - Sonntag, 28. Mai 2017 – 23:45 Uhr am Abend – Norrfällsviken

wir verbringen die Nacht direkt an der Küste am 63. Breiten grad … und noch immer ist es hell. “Logisch soweit im Norden, ….” mögen die Realisten sagen und dennoch beeindruckend.

Am Morgen sind wir gg. 11:00 Uhr morgens aus Stockholm losgefahren. Zugegebenermaßen brummte mein Schädel noch etwas, hatten wir doch jeder drei Flaschen und ein klitzkleines Fläschen Vodka intus.

Aber nach mehreren Kaffees, leckerem Frühstück mit von Hubert frisch gerührtem Rührei ging es bei über 20Grad los.

Die 495 km lange Fahrt verliefen fast unspektakulär.

Karte_Stockholm_Norrfällsviken

Erwähnenswert sind die beiden Pausen.

Erstes Kaffeepäuschen nach ca. 300km. Ein an einem Rastplatz nett gelegener See. Nichts besonderes nur, dass es dort 29 Grad warm war. Essenspäuschen nur ca. 100km weiter. Ein abseits gelegenes Dorf an einem weiteren See bei nur noch 14 Grad. Das war mal ein Temperaturgefälle. Bereits so von Sommergraden verwöhnt haben wir schon fast vergessen, dass es im Norden auch kalt werden “könnte”. Dann fings es auch noch an in Strömen an zu giessen. Regen! in Schweden! Unfassbar! –

Klasse war auch das Retaurant an dem See. Völlig unscheinbar, recht einsam im Dorf am Wasser gelegen… Und ….. rappelvoll! Warum? Na ganz einfach. Gestern, am 28. Mai 2017 war in Schweden Muttertag (Mors dag). Wir bekamen dennoch Platz und aßen wundebar leckeren, frischen, total zarten Lachs. Sicherlich einer der leeeeeckersten Lachse aller Zeiten. Mjamjam.

Weiter gings noch über eine beindruckende hohe Hängebrücke bis wir dann nach ca. 470km von der Schnellstrasse (Autobahn gabs schon länger nicht mehr) abfuhren.Von da an gings es über eine einsame Strasse immer näher der Küste entgegen. Unser Ziel: Das direkt an der Küste gelegene Örtchen Norrfällsviken. Die Fahrt durch die kurvenreiche Küstenlanschaft führte zu ersten “Aaahss” und “Ooooohs”. Am liebsten wären wir hinter jeder Kurve stehen geblieben um Fotos zu machen. Auch mehrere Übernachtungsstellplätze haben wir uns schon ausgeguckt. Doch wir fuhren weiter und wurden nicht enttäuscht.

Ganz am Ende der Straße und zwar wirklich am Ende der Straße, gab es eine Auffahrt zu einem Camping-Platz. Die Schranken waren oben. Kein Mensch zu sehen. - Plötzlich eine Stimme aus dem Nichts: “ Drive in, drive in. Its opened. Go! Go!” – Aha – Woher die Stimme kam, war nicht so ganz auszumachen. Wir schauten uns etwas unentschlossen an… Wieder die Stimme: “Drive in, you can park everywhere”. – Aha – Eigentlich wollten wir wild parken. Aber irgenwie folgten wir der stimmlichen Aufforderung und fuhren auf den Platz.

Nach etwas orientierungsloser Suche kamen wir an das ca. 500m entfernte Ende des Platzes und waren begeistert. Ein etwas größere Lichtung in einem Kiefernwald. Stellplätze für mehrere Dutzend WoMo, doch bis auf drei weitere WoMos alles leer. Durch eine letzte Reihe von Kiefern der ca. 100m entfernte Strand.
 

IMG_9628a

011

Was für ein kleines Paradies. Direkt nach dem Abstellen des Wagens zog es uns zum Strand.

Dort wartete die nächste Überraschung…Direkt am Strand gelegen eine Holzhütte. Davor zwei Bassins. Eine Sauna !!! Am Strand….. !?!?! Am Strand !!! Eine Sauna !!! Und die war sogar eingeschaltet. Uuund da war sogar jemand drin. Ein Päärchen…. Nun ja .

Wir zogen uns erstmal zurück, genossen noch etwas die abendliche, helle Strandidylle. Gg. 22:00 Uhr kam der große Hunger. Erstmals wurde eine Tüte Spaghetti geköpft mit leckerer Tomaten-Pesto-Soße. Anschließend noch gebackene Banane mit Honig. Dazu ein Bier als Appetizer und ein Weinchen zum Hauptgang. Um 0:30 Uhr wurde dann gespült und ein paar letzte Tageslicht-Bilder geschossen.

020 

Doch Edwin und Apik waren plötzlich verschwunden. Hubert und ich lagen schon in unsern Womo-Kojen und die beiden waren verschwunden. Gg. 01:15 Uhr kamen die beiden glücklich glucksend zurück. Waren die zwei doch tatsächlich noch in die Sauna gegangen… !!!

Herrlich….


2 Kommentare:

  1. Habe schon ein Kommentar geschrie

    AntwortenLöschen
  2. Irgendwie über das Handy hat es nicht funktioniert, ein Kommentar zu schreiben :(.
    Jetzt über ein PC.
    Weiter so. Man fährt fast mit bei den schönen beschreibungen. Vorallem, wenn man es schon selber erlebt - vor sehr lange Zeit. Achtung, seit der Reise liebe ich Lachs.
    Liebe Grüsse und weiter gute Fahrt
    Bernhard

    AntwortenLöschen