Aber die Fahrt war recht lang, anstrengend …
Die heutige Strecke: 537km
Ausnahmweise mal bin ich als Erster gegen 08:45 Uhr aufgewacht, hab’ Handtuch und Kulturbeutel geschnappt und bin bei nieseldem Schneeregen zur öffentlichen Hafendusche gegangen. Und tatsächlich passte und funktionierte alles. Die Tür ging auf und kurz schon strömte nach 48 Stunden frisches Wasser auf mich hernieder. Die anderen folgten und frisch geduscht genossen wir unsere Frühstück in der Hammerfester Hafenbucht.
Danach gings los. Allerdings nicht ohne doch noch zwei örtliche Höhepunkte erlebt zu haben. Zum einen fuhr ein dickes Kreuzfahrtschiff in den vergleichsweise kleinen Hafen ein und drehte genau vor unsern Augen was schon recht imposant war. Zum anderen folgten wir dem Tip des Touri-Büro-Beraters und fuhren auf den zugehörigen Hausberg.
Auf dem Hausberg gab es eine Gasstätte die in der traditionellen samischen Bauweise, der sog. Koten, errichtet wurde. Kaffeedurstig wir wir schon wieder waren, wollten wir natürlich direkt dort hinein. Aber neinnnnn. Die Gasstätte war bereits vollständig für die Touris des Kreuzfahrtdampfers aus dem Hafen gebucht. Grummel.
Info zu Koten (Auszug aus Wikipedia):
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Als Kote werden konische, pyramiden- oder kuppelförmige Behausungen verschiedener Bauart bezeichnet, die entweder mit Erdsoden, mit Brettern oder zeltartig gedeckt sind.
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Dann gings los auf die wunderschöne und lange Fahrt durch Nordnorwegen. Fjorde, Buchten, Wasser, Berge, Schneee, Himmel, Farben. Alles da. Aber keine Bange. Ich schwärme jetzt nicht von jeder einzelnen Bucht…
Erwähnenswert sind zwei Ereignisse.
Rentiere haben wir schon massenweise gesehen. Was uns noch fehlte waren Elche… Doch dann war es soweit … Ein Aufschrei … schlesische Schimpfwörter der Freude kaskadierend jubelnd formuliert … Vollbremsung… Warnblinkanlage an… Kameras gezückt.. Er war zwar etwas weit weg. Aber egal. Ein erster echter kniender Elch ist ein Elch ist ein Elch !
Später dann hielten wir an einem schneebedeckten Pass mit einem wunderbaren Blick auf den unter uns liegenden Fjord.
Gegen 20:00 Uhr kamen erreichten wir den Fjord von Tromsö und wir begannen Ausschau nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu halten. Wir wollten heute mal wieder ein freies Plätzchen suchen und fuhren daher ca. 10km vor Tromsö von der Hauptstrasse ab und die Uferstrasse entlang.
Einsame Häuschen, leicht angewrackte Bootsstege und ebensolche Boote säumten vor strahlendblauem Himmel und ebensolchem Wasser unseren Weg. Und dann fanden wir die perfekte Stelle. Eine kleines Ausbuchtung an einer völlig einsamen Straße. 2 Autos in 2 Stunden . Ca. 20 m bis zum Wasser. Freier Blick auf schneebedeckte Berge jenseits des Fjords.
Wir genossen ein wenig die Ruhe und Einsamkeit an der Stelle. Später kochten und grillten wir, genossen den Abend und entschlummerten in den folgenden Tag ….
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